Warum Hamburg so beliebt ist

Hamburg Speicherstadt

Moin, moin! Sie haben sicher in letzter Zeit von Hamburg gehört, denn die Stadt ist nicht nur die Heimat des vielleicht besten Nachtlebens der Welt, sondern auch eine der besten Städte, die man besuchen und erleben kann. Aber Hamburg ist nicht nur aus dem Nichts aufgetaucht, sondern viele Menschen in Deutschland (auch ich) halten Hamburg für die Hauptstadt der Coolness – mehr noch als Berlin. Es ist eine Stadt mit vielen Gesichtern, die für jeden ein einzigartiges Erlebnis bietet – ob man nun den Punk, den Chic oder (wie die Einheimischen sagen) den “typischen Hamburch” sucht. Bis vor kurzem wurde es von ausländischen Reisenden oft übersehen, wird aber schnell zum heißesten Reiseziel in Deutschland. Wenn Sie sich also fragen “warum Hamburg besuchen”, lassen Sie mich Ihnen einige Hinweise geben.

Nachtleben

Sein Ruf ist mittlerweile weltweit bekannt: Hamburg hat das beste Nachtleben der Welt. Ob Sie nun einen Drink oder zwei oder eine wilde Nacht suchen, Hamburg wird Sie nicht enttäuschen. Ich empfehle Ihnen, das Sternschanze-Viertel für das erste und das St. Pauli-Viertel für das zweite zu probieren – zum Glück liegen beide Gebiete buchstäblich direkt nebeneinander! Die Sternschanze (meist einfach “Schanze” genannt) beherbergt mehrere Bars; das Publikum ist hier etwas lokaler und die Atmosphäre eher böhmisch. Der beste Platz zum Essen und Trinken ist an der Kreuzung Schulterblatt und Susannenstraße, direkt an der berühmtesten Hausbesetzung der Roten Flora. Übrigens ist Schanze auch der beste Standort für Kaffeespezialitäten und handwerkliches Bier und beherbergt die renommierte Kleinbrauerei Ratsherrn. Wundern Sie sich nicht, wenn an einem warmen Sommerabend mehr Menschen ein Bier auf dem Bürgersteig genießen als in einem Club; das ist hier als “Cornern” bekannt und besonders in der Sternschanze beliebt.

St. Pauli ist das Zentrum des pulsierenden Hamburger Nachtlebens. Das alles geht weit zurück, da St. Pauli früher von Seeleuten auf Urlaub besucht wurde. Das Viertel beherbergt die Reeperbahn, die auch als Deutschlands sündigste Meile” bekannt ist und zusammen mit der Großen Freiheit den Kern des Rotlichtviertels der Stadt bildet. Wer in St. Pauli auf der Suche nach Bars und weiteren alternativen Clubs ist, sollte sich auf den Hamburger Berg (eine Straße direkt an der Reeperbahn) begeben. Noch besser ist es, von den Hauptstraßen abzuwandern, um einige sehr coole und weniger überfüllte Orte zu finden! Ein guter Ort, um den Abend zu beginnen, ist Kosmos St. Liederlich, eine Bar, in der jeden Montag ein wöchentliches internationales Treffen stattfindet. Lust auf etwas Nervöseres? Uebel und Gefährlich, der berühmteste Club der Stadt, befindet sich in einem hoch aufragenden Bunker des Zweiten Weltkriegs und ist bei den alternativen Zuschauern beliebt.

Vielfalt des Geschmacks

Hamburg ist so vielfältig wie möglich. Als Hafenstadt steht Hamburg seit langem in direktem Kontakt mit der Welt und ist daher eine sehr offene und internationale Stadt – was mich hier zum Teil überhaupt erst angezogen hat. Das ist ein Aspekt der Stadt, den die Feinschmecker sicher genießen werden, denn diese Vielfalt spiegelt sich auch in der kulinarischen Landschaft der Stadt wider. In Hamburg gibt es sogar ein eigenes kleines Portugiesenviertel, bekannt als Portugiesenviertel, in dem sich das gefährlich süchtig machende Pasteis de Nata befindet. Sie kennen diese vielleicht aus Lissabon, da sie in so ziemlich jedem anderen Café der Stadt zu finden sind.

Das Portugiesische Viertel beherbergt auch schwedische, finnische, norwegische und dänische Kirchen, die für Segler aus diesen Ländern im Urlaub in Hamburg eingerichtet wurden. Diese Kirchen veranstalten auch ihre eigenen (sehr beliebten) Weihnachtsmärkte, daher sollten Sie im Dezember auf jeden Fall für einige Vinglögg- und nordische Spezialitäten vorbeischauen, wenn Sie die Stadt besuchen. Wie ist das für die Vielfalt?

Es gibt nur ein St. Pauli

Der Ruf von St. Pauli als Reiseziel für Unterhaltung ist weithin bekannt. Im Laufe der Zeit zog der Ruhm der Kiez Punks, Drag Queens und sogar die Beatles an, die in St. Pauli lebten und auftraten, bevor sie berühmt wurden. Verlassen Sie jedoch die Partybereiche und Sie befinden sich im Zentrum eines pulsierenden, alternativen Viertels voller Straßenkunst, Secondhand-Läden und viel Attitüde. Um zu verstehen, wie sich die Gegend im Laufe der Jahre verändert hat, sollten Sie Ihre Wanderungen mit einem Besuch im St. Pauli Museum ergänzen.

Überall in der Gegend (und in ganz Hamburg) trifft man auf die Piratenflaggen des FC St. Pauli, dem legendären Profi-Fußballverein aus der Nachbarschaft. Der Verein und seine Fans sind in ganz Deutschland (und der ganzen Welt!) durch ihre Haltung gegen Rassismus und Homophobie bekannt und ihr Stadion ist bekannt für seine unglaubliche Atmosphäre. Der FC St. Pauli ist mit seinen Fanclubs von Barcelona bis Buenos Aires der bekannteste Hamburger Exporteur. Heimspiele sind in der Regel ausverkauft, aber Sie sollten versuchen, Tickets zu bekommen, da es wirklich ein einzigartiges Erlebnis ist!

Luft holen

Brauchen Sie eine Pause von all den Sehenswürdigkeiten? Es gibt viele Orte, an denen man spazieren gehen oder sogar ein schönes Picknick machen kann. Der Stadtpark und Planten un Blomen sind die beliebtesten Parks in Hamburg und bieten ein kleines Extra: Minigolf! An Grünflächen mangelt es in Hamburg jedoch nicht. Mein Favorit ist der Park hinter der Roten Flora in Schanze. Warum? Oh, kein besonderer Grund – außer dem massiven, mit Graffiti bedeckten Bunker, der auch eine Kletterwand und Skateboard-Schüssel ist! Sollten Sie für einen Tag umsteigen müssen, fahren Sie nach Blankenese, ein hügeliges Viertel direkt an der Elbe, bekannt für seine üppigen Häuser und, ja, alte Schiffswracks.

Viele alternative Orte

Sie haben schon einmal von St. Pauli und vielleicht auch von Sternschanze gehört, aber haben Sie schon einmal vom Karolinenviertel oder vielleicht von Wilhelmsburg gehört? In Hamburg gibt es viele kühle Gegenden und Stadtteile, die abseits der ausgetretenen Pfade liegen. In diesen Bereichen finden Sie unglaubliche Straßenkunst, unabhängige Plattenläden, DIY-Boutiquen und sogar Kollektive, die Bars und Veranstaltungsorte betreiben. Was Sie hier nicht finden werden, sind Touristen. Das sind die Bereiche, die Hamburg wirklich den Ruf einer alternativen Stadt mit Punk-Attitüde verleihen. Im Gegensatz zu ähnlichen Gegenden in z.B. Berlin haben diese alternativen Stadtteile in Hamburg immer noch ein eher rohes Do-it-yourself-Gefühl – und genau das war es, was mich zuerst in die Stadt zog.

Ein Muss für jeden Besucher ist der alternative Flohmarkt im Schanzenviertel, wo jeden Samstag lokale Künstler ihre einzigartigen Kreationen und Möbel verkaufen. Besuchen Sie die ehemalige Industriestadt Ottensen für eine Nacht in der Fabrik, einem Kulturzentrum in einer Fabrik oder in der Nähe von St. Georg, um die Hamburger LGBT-Szene zu erleben. Ob Sie nun auf ein Straßenfest stoßen (das normalerweise in Schanze stattfindet) oder in eine Bar außerhalb der touristischeren Gegenden gehen, Sie werden feststellen, dass die Atmosphäre in Hamburg viel integrativer ist als in anderen Städten, was ein immersiveres Erlebnis ermöglicht.

So viel Wasser

Durch die Stadt fließen drei Flüsse: die Elbe, die Alster und die Bille. Deshalb ist Hamburg von vielen Kanälen durchzogen – ich spreche von mehr Kanälen als in Amsterdam und Venedig. Kombiniert. Viele Kanäle bedeuten viele Brücken: Hamburg hat mehr Brücken als jede andere Stadt in Europa, mit einer geschätzten Anzahl von 2.500 innerhalb der Stadtgrenzen. Diese Brücken und Kanäle sind eines der Highlights der Stadt, also nehmen Sie sich die Zeit für einen Spaziergang von der Alster in die HafenCity. Entlang dieser Route gibt es einige wirklich beeindruckende Gebäude, darunter das einzige noch verbliebene Stück des alten Hamburger Hafenviertels an der Deichstraße. Übrigens kann man an jeder Bar in Hamburg ein Glas “Alsterwasser” verlangen, denn das ist auch der Name eines beliebten Getränks aus Bier und Limonade!

Sonnenuntergänge an der Elbe

Es gibt keinen besseren Hintergrund für einen imposanten Sonnenuntergang als den Hafen. Die Sonne hinter Kranichreihen direkt an der Elbe im Horizont verschwinden zu sehen, ist jedes Mal ein Spektakel. Lassen Sie mich Ihnen hier einen Tipp geben: Es gibt keinen besseren Ort, um den Sonnenuntergang einzufangen als Park Fiction, der direkt am Fluss in St. Pauli liegt. In einer warmen Nacht wird der Ort voller Menschen sein und die Atmosphäre eines Straßenfestes haben. Sie können auch mit der Fähre nach Övelgönne fahren und an den sandigen Ufern des Flusses sitzen, ein Bier genießen und den Schiffen beim Auslaufen in die Nordsee zusehen. Und keine Sorge, die Fähre ist Teil der öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt, so dass Ihre Tageskarte auch für eine unvergessliche Bootsfahrt gültig ist!

Mischung aus Alt und Neu

Hamburg litt stark unter dem Zweiten Weltkrieg, als die Stadt vom größten Bombenangriff der Geschichte (bis zu diesem Zeitpunkt) heimgesucht wurde. Nach dem Krieg mussten große Teile der Stadt von Grund auf neu aufgebaut werden, weshalb sich Hamburg so modern anfühlt wie Rotterdam. Hamburg beherbergt heute eindrucksvolle Beispiele moderner Architektur, die in der Innenstadt und anderen Stadtteilen wie der HafenCity zu sehen sind.Es gibt so viele tolle Firmen in der Stadt, vom Pflegedienst bis hin zur örtlichen China Import Agentur, die an einem so wichtigen Hafen wie diesem natürlich nicht fehlen darf.

Eines der bekanntesten Wahrzeichen Hamburgs ist auch eines seiner jüngsten Werke: Die erst 2017 fertiggestellte Elbphilharmonie überragt die Elbe und ist eines der höchsten Gebäude Hamburgs. Es ist auch ein großartiger Ort, um den Sonnenuntergang einzufangen. Glücklicherweise sind auch viele Gebiete den Bomben entkommen, zumindest teilweise. Zwei von ihnen, das Kontorhausviertel und die Speicherstadt, wurden aufgrund ihrer imposanten Backstein-Expressionismus- und Gotik-Architektur zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Nordeuropäisches Flair

Hamburg ist nicht nur eine norddeutsche, sondern durch und durch eine nordeuropäische Stadt. Tatsächlich schreiben viele der Stadt ein fast skandinavisches Flair zu. Der offizielle Name der Stadt ist Hansestadt Hamburg, was bedeutet, dass die Stadt einst zur Hanse gehörte – dem mächtigsten nordeuropäischen Handelsbündnis im Mittelalter. Ähnlichkeiten zu anderen Hansestädten wie Stockholm, Tallinn oder Riga finden Sie daher vor allem in der Architektur. Wissenswertes: Der Bezirk Altona war bis 1937 eine eigenständige Stadt und gehörte sogar über zweihundert Jahre lang zum Königreich Dänemark!

Da haben Sie es! Es ist nicht nur das Nachtleben, die schöne Backsteinarchitektur, die köstlichen Fischsnacks oder die Kreativität, die aus jeder anderen Mauer der Stadt heraussprudelt; es ist die Vielfalt, die Offenheit, die Einstellung und letztlich der Rahmen. Das sind nur einige der Gründe, warum Hamburg auf Ihrer Liste der Sehenswürdigkeiten stehen sollte.